Anastasia Kobekina ist eine 1994 in Jekaterinburg geborene Cellistin, die international als Solistin und Kammermusikerin auftritt. Ihre Programme verbinden historische Aufführungspraxis mit modernem Repertoire. Sie verbindet Repertoire von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi mit romantischen Cellokonzerten und zeitgenössischen Werken. Zu ihren belegten Erfolgen zählen Preise beim George-Enescu- und beim Tschaikowsky-Wettbewerb, der Leonard Bernstein Award sowie mehrere Auszeichnungen des OPUS KLASSIK.
Wer ist Anastasia Kobekina?
Anastasia Kobekina ist eine russische Cellistin mit einer internationalen Konzert- und Aufnahmekarriere. Sie tritt mit führenden Orchestern auf, gibt Solorezitale und entwickelt spartenübergreifende Projekte. Ihre Programme reichen vom Barock bis zur Gegenwart. Dabei spielt sie sowohl moderne als auch historische Instrumente und beschäftigt sich intensiv mit historisch informierter Aufführungspraxis.
Wettbewerbserfolge, Auftritte in bedeutenden Konzertsälen, Festivalresidenzen und ihre Zusammenarbeit mit Sony Classical markieren verschiedene Etappen ihrer Laufbahn. Ihre offizielle Biografie nennt unter anderem die Berliner Philharmonie, das Concertgebouw Amsterdam, die Elbphilharmonie Hamburg, die Tonhalle Zürich, das Wiener Konzerthaus und die Wigmore Hall als bisherige Spielstätten.
Frühes Leben und Ausbildung
Kobekina wurde 1994 im russischen Jekaterinburg in eine Musikerfamilie geboren und erhielt mit vier Jahren ihren ersten Cellounterricht. Ihr Vater ist der Komponist Vladimir Kobekin, dessen Musik sie auch aufgenommen und aufgeführt hat.
Nach ihrer frühen Ausbildung in Moskau studierte Kobekina in Deutschland bei Frans Helmerson und Jens-Peter Maintz sowie in Paris bei Jérôme Pernoo. In Frankfurt absolvierte sie außerdem ein Studium des Barockvioloncellos bei Kristin von der Goltz. Diese Verbindung aus moderner Cellotradition und historischer Aufführungspraxis prägt ihr breites Repertoire. Laut ihrer offiziellen Biografie spielt sie auf dem 1717 gebauten Stradivari-Cello „Bonamy Dobree-Suggia“, einer Leihgabe der Stradivari-Stiftung Habisreutinger-Huggler-Coray.
Wettbewerbe und internationale Karriere
Ein früher Karriereschritt war der erste Preis beim TONALi-Wettbewerb 2015 in Hamburg. Beim George Enescu International Competition 2016 in Bukarest gewann sie in der Kategorie Violoncello den zweiten Preis. Beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb 2019 erhielt sie im Fach Violoncello den dritten Preis und die Bronzemedaille.
Von 2018 bis 2021 gehörte Kobekina zum Programm BBC New Generation Artists. 2022 erhielt sie einen Borletti-Buitoni Trust Award. Als Solistin arbeitete sie mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem BBC Philharmonic, dem Konzerthausorchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Royal Liverpool Philharmonic und der Tschechischen Philharmonie. Zu den Dirigenten ihrer bisherigen Laufbahn zählen unter anderem Semyon Bychkov, Paavo Järvi, Jakub Hrůša, Krzysztof Penderecki und Vasily Petrenko.
Aufnahmen bei Sony Classical
Kobekina ist Exklusivkünstlerin bei Sony Classical. Ihr erstes Album für das Label, „Venice“, erschien im Februar 2024. Das Konzept verbindet Musik unterschiedlicher Epochen und betrachtet Venedig als realen Ort, Erinnerung und künstlerische Idee. Der OPUS KLASSIK zeichnete sie 2024 für „Venice“ als Nachwuchskünstlerin des Jahres aus.
Am 26. September 2025 veröffentlichte Sony Classical ihre Einspielung der sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Für dieses Projekt nutzte sie ihre Erfahrungen mit Barockcello und historischen Instrumenten. Das Album dokumentiert ihre langjährige Auseinandersetzung mit Werken, die zu den zentralen Bestandteilen des Cellorepertoires gehören.
Wichtige Projekte und aktuelle Auszeichnungen
2024 erhielt Kobekina den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Im selben Jahr debütierte sie bei den BBC Proms mit der Tschechischen Philharmonie unter Jakub Hrůša und spielte Dvořáks Cellokonzert. 2025 war sie Preisträgerin in Residence bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und gestaltete dort rund 20 Konzerte. Außerdem war sie Artist in Residence beim Beethovenfest Bonn.
Die 2025 veröffentlichte vierteilige ARD-Dokumentarserie „Anastasia Kobekina – Jetzt oder nie!“ begleitet die Cellistin vom ersten Soloalbum bis zu den BBC Proms. Dabei thematisiert sie auch Konzerte, Vermarktung, Eigenanspruch und den Druck des Musikmarktes.
Beim OPUS KLASSIK 2026 wurde das gemeinsam mit der Choreografin Sasha Waltz realisierte Projekt „BACH CELLO DANCE“ als Innovatives Konzert des Jahres ausgezeichnet. Kobekina war außerdem für die Kategorie Live-Performance des Jahres (Solistin) nominiert; der Preis in dieser Kategorie ging an Anna Lapwood.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Anastasia Kobekina?
Sie ist eine 1994 in Russland geborene, international auftretende klassische Cellistin und Exklusivkünstlerin von Sony Classical.
Welche Alben veröffentlichte Anastasia Kobekina bei Sony Classical?
Ihr Sony-Classical-Debüt „Venice“ erschien im Februar 2024. Im September 2025 folgte ihre Einspielung der sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach.
Woher kommt Anastasia Kobekina?
Sie stammt aus Jekaterinburg in Russland. Ihre professionelle Ausbildung absolvierte sie anschließend an mehreren europäischen Musikhochschulen.
Wofür ist Anastasia Kobekina bekannt?
Bekannt ist sie für ein Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart, ihre Wettbewerbserfolge, internationale Konzerte und Aufnahmen wie „Venice“ und „Bach: Cello Suites“.
Welche wichtigen Preise hat sie erhalten?
Zu ihren Auszeichnungen gehören der erste Preis beim TONALi-Wettbewerb 2015, der zweite Preis beim Enescu-Wettbewerb 2016, der dritte Preis und die Bronzemedaille beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2019, der Borletti-Buitoni Trust Award 2022, der Leonard Bernstein Award 2024 und der OPUS KLASSIK als Nachwuchskünstlerin des Jahres 2024. Beim OPUS KLASSIK 2026 wurde außerdem das mit Sasha Waltz realisierte Projekt „BACH CELLO DANCE“ als Innovatives Konzert des Jahres ausgezeichnet.
Fazit
Anastasia Kobekinas Laufbahn umfasst internationale Orchesterauftritte, Festivalresidenzen und Aufnahmen für Sony Classical. Ihre Ihre Ausbildung am modernen Cello und am Barockcello prägt ein Repertoire, das vom Barock bis zur Gegenwart reicht. Projekte wie „BACH CELLO DANCE“ verbinden ihr Cellospiel zudem mit zeitgenössischem Tanz.
