Zoë Sedney ist eine niederländische Leichtathletin, die vor allem im Sprint und Hürdensprint bekannt wurde. Sie vertrat die Niederlande bei den Olympischen Spielen in Tokio und erreichte 2022 das Finale über 60 Meter Hürden bei den Hallenweltmeisterschaften.
Wer ist Zoë Sedney?
Zoë Frederique Sedney wurde am 15. Dezember 2001 in Zoetermeer in den Niederlanden geboren. Ihr offizielles Profil bei World Athletics führt sie als niederländische Athletin in den Disziplinen 100 Meter Hürden und 60 Meter Hürden. Darüber hinaus startete sie über 100, 200 und 400 Meter sowie in niederländischen Staffeln.
Frühe Jahre und sportlicher Hintergrund
Sedney begann bereits als Kind mit der Leichtathletik beim Verein ARV Ilion in Zoetermeer. In ihrer Jugend betrieb sie zeitweise auch Hockey. Später konzentrierte sie sich vollständig auf die Leichtathletik und entwickelte sich sowohl im Sprint als auch über die Hürden.
Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2017 in Győr gewann sie Gold über 200 Meter und über 100 Meter Hürden. Mit der niederländischen 4-mal-100-Meter-Staffel kam eine Silbermedaille hinzu. Bei den U18-Europameisterschaften 2018, die ebenfalls in Győr stattfanden, wurde sie über 100 Meter Hürden Zweite. Ihre Finalzeit betrug 13,34 Sekunden.
Bei den U20-Europameisterschaften 2019 im schwedischen Borås erreichte sie das Halbfinale über 200 Meter. In der 4-mal-100-Meter-Staffel gewann sie gemeinsam mit Minke Bisschops, Demi van den Wildenberg und N’Ketia Seedo Silber. Das niederländische Quartett lief im Finale 44,21 Sekunden.
Olympische Spiele und internationale Karriere
2021 qualifizierte sich Sedney über 100 Meter Hürden für die in Tokio ausgetragenen Olympischen Spiele. In ihrem Vorlauf lief sie 13,03 Sekunden. Damit fehlten ihr lediglich drei Hundertstelsekunden zum Einzug in das Halbfinale. Es war ihr olympisches Debüt.
Die Hallensaison 2022 wurde zu einem wichtigen Abschnitt ihrer Laufbahn. Bei den niederländischen Hallenmeisterschaften gewann sie den Titel über 60 Meter Hürden. Wenig später steigerte sie ihre persönliche Bestzeit in Madrid auf 7,95 Sekunden. Bei den Hallenweltmeisterschaften in Belgrad gewann sie ihr Halbfinale ebenfalls in 7,95 Sekunden und belegte anschließend im Finale mit 8,07 Sekunden den sechsten Platz.
Bei den Europameisterschaften 2022 in München lief Sedney über 100 Meter Hürden und in der Sprintstaffel. Das niederländische Quartett mit N’Ketia Seedo, Zoë Sedney, Jamile Samuel und Naomi Sedney wurde in 43,03 Sekunden Fünfte.
Wechsel auf die 400 Meter
In der Saison 2023 verlagerte Sedney ihren sportlichen Schwerpunkt vom 100-Meter-Hürdenlauf auf die 400 Meter. Bei den U23-Europameisterschaften in Espoo gewann sie ihr Halbfinale in persönlicher Bestzeit von 52,11 Sekunden. Im Finale verbesserte sie sich auf 52,02 Sekunden und belegte den vierten Platz. Diese Leistung ist ihre offiziell registrierte Bestzeit über die Stadionrunde.
Ihre offiziellen persönlichen Bestleistungen umfassen außerdem 12,83 Sekunden über 100 Meter Hürden, 11,30 Sekunden über 100 Meter und 7,95 Sekunden über 60 Meter Hürden. Diese Bestzeiten dokumentieren ihre Bandbreite vom Kurzsprint über den Hürdensprint bis zur 400-Meter-Runde.
Wettkampfpause und Rückkehr ins Training
Nach der Saison 2023 trat Sedney zunächst nicht mehr bei großen internationalen Meisterschaften an und verpasste die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Im Oktober 2024 erklärte sie öffentlich, dass eine von ihr geschilderte belastende Situation zum Ausfall der Saison geführt habe und sie deshalb eine geplante Operation vorgezogen habe. NOS berichtete im August 2025, sie sei wieder auf der Leichtathletikbahn aktiv. Bis zum 2. September 2026 ließ sich in den geprüften offiziellen Ergebnislisten kein weiterer internationaler Meisterschaftsstart belegen.
Studium und wissenschaftliche Arbeit
Parallel zum Leistungssport studierte Sedney Bewegungswissenschaften an der Vrije Universiteit Amsterdam. Die Universität führte sie bereits während der Olympischen Spiele von Tokio als Studentin dieses Fachs.
2026 erschien der peer-reviewte Fachartikel „Isolated Unweighted Fast Knee-Flexions Relate to Maximal Step Frequency and Sprint Speed in Female Track Athletes“. Sedney ist darin als eine von vier Autorinnen und Autoren aufgeführt. Die Studie untersuchte bei 16 Leichtathletinnen Zusammenhänge zwischen schnellen, unbelasteten Beugungen des Kniegelenks, Schrittfrequenz und Sprintgeschwindigkeit.
Familie und persönliche Angaben
Naomi Sedney, ebenfalls eine international gestartete niederländische Sprinterin, ist ihre ältere Schwester. Beide liefen gemeinsam in der niederländischen 4-mal-100-Meter-Staffel. Bei der Recherche für diesen Artikel wurden keine belastbaren öffentlichen Angaben zu Ehe, Partner oder Vermögen gefunden. Entsprechende Behauptungen werden daher nicht als Fakten dargestellt.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Zoë Sedney?
Zoë Sedney ist eine niederländische Sprinterin und Hürdenläuferin. Sie nahm an den Olympischen Spielen in Tokio teil und wurde 2022 Sechste über 60 Meter Hürden bei den Hallenweltmeisterschaften.
Wie alt ist Zoë Sedney?
Sie wurde am 15. Dezember 2001 geboren und ist im September 2026 24 Jahre alt.
Was sind ihre wichtigsten Disziplinen?
Im Laufe ihrer Karriere startete Sedney über 60 und 100 Meter Hürden sowie über 100, 200 und 400 Meter. Im Jahr 2023 verlagerte sie ihren Schwerpunkt auf die 400 Meter.
Was ist Zoë Sedneys Bestzeit über 100 Meter Hürden?
Ihre offiziell geführte persönliche Bestzeit beträgt 12,83 Sekunden. Sie lief diese Zeit am 14. August 2021 in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz.
Was macht Zoë Sedney heute?
Bis zum 2. September 2026 ist in den geprüften offiziellen Ergebnislisten kein weiterer internationaler Meisterschaftsstart belegt. NOS berichtete zuletzt im August 2025, dass Sedney wieder auf der Leichtathletikbahn aktiv war.
Fazit
Zoë Sedney machte sich als vielseitige niederländische Sprint- und Hürdenathletin einen Namen. Zu ihren wichtigsten Stationen zählen das olympische Debüt in Tokio, Rang sechs bei der Hallen-WM 2022 und Rang vier über 400 Meter bei der U23-EM 2023. Parallel zum Leistungssport studierte sie Bewegungswissenschaften; 2026 wurde sie als Mitautorin einer Fachstudie geführt.
